PTGui – Allgemeiner Ablauf, inkl. Video

Der hier vorgestellte Workflow ist nicht PTGui-spezifisch. Er lässt sich auch auf die Arbeit mit anderen Stitching-Programmen übertragen. Für das hier beschriebene Pre-Processing lassen sich z.B. DXO oder Aperture ähnlich gut verwenden. Für die Erstellung von Panoramen sollten RAW-Fotos genutzt werden (Checkliste 360° HDR Panoramabilder – Kameraeinstellungen DSLR) Obwohl PTGui auch viele RAW-Formate aus der Kamera direkt verarbeiten kann, ist die RAW-Entwicklung mit dem Adobe Raw Converter vorzuziehen. Eventuelle Tonwert-Korrekturen und chromatische Aberration („CA“) sollten in Lightroom/PhotoShop/Gimp oder ähnlichem gemacht werden. Zur Kontrolle empfiehlt es sich, die Ecken eines Quellbildes mit Vergrößerung zu betrachten. Vor dem Stitchen die Verzeichnung (insbesondere bei Fisheyes) zu korrigieren ist falsch und darf auf keinen Fall gemacht werden! Es ist sehr wichtig, dass keine sonstigen Objektivkorrekturen an den Quellbildern vorgenommen werden. Auch die Vignettierung korrigiert man besser in PTGui. Und es ist absolut notwendig, dass alle Quellbilder einer Aufnahmeserie völlig gleich behandelt werden. Adobe Fotoprogramme arbeitet nicht destruktiv, diese vermerken alle Änderungen an einem Bild in einem separaten Datensatz (bildname.xmp), aber nicht in der bearbeiteten Bilddatei. Damit alle Änderungen des Fotos für die Weiterverarbeitung der Quellbilder in PTGui berücksichtigt werden, muss man die korrigierten Quellbilder exportieren. Das Abspeichern allein reicht nicht! Exportiere (Speichern unter…) die aufbereiteten Quellbilder in voller Auflösung ungeschärft als 16bit TIFF und lade diese in der richtigen Reihenfolge und Orientierung (Hoch / Querformat) in PTGui zum eigentlichen Stitchen.

PTGui – HDR Fotos

Mit automatischen HDR-Aufnahmen (Bracketing-Funktion) hat PTGui zum Teil Probleme, entweder diese Aufnahmen, mit einer HDR Software (Gratis NIC-Collection, von Google für WIN & MAC), oder bei den vorgenannten „Allgemeiner Ablauf“ zuerst zusammenfügen, oder die HDR Aufnahmen Manuell im t-Shift (zum Beispiel 1/80, 1/320, 1/20 – 1/80, 1/320, 1/20 …) Verfahren Aufnehmen. Arbeitsablauf PTGui Pro

Alignment

Den Objektiv-Typ gebe ich vor, auch die Brennweite und den Crop-Faktor des Sensors. Der Algorithmus zur Muster-erkennung identifiziert dann automatisch Kontrollpunkte und errechnet aus deren Lage Näherungswerte für die Brennweite und die Verzeichnungskoeffizienten a, b und c und die Offsets. Bei Aufnahmen mit zirkularen oder Portrai-Fisheyes muss man unter dem Reiter „Crop“ den Crop-Kreis manuell auf den Bildkreis ziehen.

Vignettierungskorektur / Vignettierung

Unter dem Reiter „Exposure / HDR“ aktiviere man dann die Vignettierungskorrektur mit Klick auf „optimize now“.

Maskierung (optional)

Bei belebten Szenen (laufende Menschen, fahrende Autos usw.) maskiere man dann unter dem Reiter „Mask“ störende Dubletten um Geisterbilder zu vermeiden.

Optimierung Optimizer

Das ist der wichtigste Schritt vor dem eigentlichen Stitchen. Mit dem Klick auf „Run Optimizer“ werden die (freigegebenen) Parameter a, b, c, FoV (und ggfs. weitere) mit statistischen Methoden optimiert. Dabei werden alle Kontrollpunkt-Paare herangezogen – auch ungeeignete, also solche, bei denen der Fehler aufgrund von Bewegung in der Szene groß ist (Beispiel: Kontrollpunkte in ziehenden Wolken). Delete_CP Daher ist es zur finalen Optimierung sinnvoll, dass solche Kontrollpunkte identifiziert und eliminiert werden. Genau das leistet der Menu-Punkt „Delete worst control points“ zu finden unter „Control-Points“ in der Titel-Leiste. Diesen Befehl sollte man 2-3 mal hintereinander aufrufen.

Projektion

Die Projektion des Panoramas legt man in den „Panorama-Settings“ fest. PTGui trifft in den meisten Fällen selbst eine sinnvolle Wahl. Spezielle Projektionen, z.T. auch mit variablen Kompressionen, lassen sich dort wählen. Bei Bedarf lässt sich ein Bildwinkel-Ausschnitt festlegen. Sofern man im späteren Post-Processing die Projektion variieren will, wird man zunächst immer die equirectangulare Projektion festlegen.

Blenden

Create_Pano Bei PTGui lässt sich der zu verwendende Interpolator auswählen. „Default“ ist zum schnellen Testen brauchbar. Für qualitativ hochwerte Panos mit feinen Tonwertübergängen verwende ich die Lanzos16-Version. Bevor man mit „Create Panorama“ den Stitching-Prozeß startet, stellt man noch die Schärfung ein indem man die Feder „Feather“ etwas nach links zieht. Auch das Ausgabeformat muss noch kontrolliert bzw. richtig eingestellt werden.

Ausgabe

Das Empfohlene Ausgabeformat ist hier zunächst ein nicht komprimiertes 16bit TIF. Das so generierte Panorama ist mein „Mutter-Panorama“, das ich mit der maximalen generischen Auflösung generiere und abspeichere. Für die weitere Bearbeitung, z.B. die Variation der Projektion, die Konvertierung in andere Formate und/oder Komprimierung, greife ich nur noch auf dieses Mutter-Panorama zu. PTGui bietet zwar auch die Möglichkeit, dass man ein Quick-Time Movie direkt mit „create Panorama“ generiert. Die Auflösung der so generierten .MOVs ist aber vergleichsweise bescheiden.    

Weiterführende Informationen

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